Hey, allerseits!
Also, ich hab grad glaub in gewisserweise das Highlight in Sachen Reisen hinter mir. Was heisst Higlight, naja, es war auf jeden Fall eine Erfahrung mehr!
Erstmal, noch geschwin zu der Zeit in Perth. Bin dann nach Fremantle umgezogen, das liegt ungefaehr 29 km von der Innenstadt am Meer. Hab da dan letztendlich noch en Job auf ner Werft gefunden, ich hab mit ner anderen Deutschen zusammen Schiffskuter angestrichen. Es war echt lustig und der Lohn war au recht gut! Die Zeit in Fremantle war so au recht cool, des Hostel war echt klasse, und der Strand halt au direkt da, haett auf jeden Fall noch laenger bleiben koennen!
Aber ich hab ja von Debbie, ner Englaenderin, den Lift mit em Auto nach Adelaide angeboten gekriegt und des war halt einfach perfekt. Sie hatte zusammen mit ihrem Freund en Auto gekauft, so en alten Mitsubishi Pajero, und hatte auch die ganze Campingausruestung. Naja, auf jeden Fall sind wir dann letzten Samstag zusammen losgezogen. Ich bin dann au jezt endlich auf der linken Seite Auto gefahren, und es war ja echt gar net schwer. Keine Ahnung, warum ich des net schon frueher gemacht hab! Naja, hier auf jeden Fall mal na Zusammenfassung von unsrer Fahrt:
Tag1: Perth to Margaret River
Naja, ich glaub, es waren so um die 300 km, ham unterwegs noch das laengste Holzpier Australiens in Busselton angeschaut, knappe 2km lang. Abends ham wir dann auf nem Parkplatz direkt am Strand im Auto geschlafen! Wir mussten auf em Damenklo kochen, weil es draussen zu windig fuer unsern Gaskocher war. War a weng eklig, aber es hat dann geschmeckt!
Tag2: Margaret River to Warren National Park (Pemberton)
Am naechsten Morgen war auf jeden Fall nichts mit Ausschlafen, um 6 Uhr waren die ganzen Surfer auf dem Parkplatz! Wir ham uns dann auf jeden Fall Margaret River und die ganze Gegend darum angeschaut, bekannt hauptsaechlich als Weinregion. Mittags waren wir den am Cape Leeuwin, wo der Pazifische und der Suedliche Ozean aufeinander treffen. Australiens suedwestliches Ende. Dann gings noch um die 200 km oestlich in die Naehe von Pemberton, gecampt haben wir im Warren National Park, bekannt fuer irgendne spezielle Art von Eukalyptusbaeumen. Da hatten wir dann auch ne richtige Campingkueche zu Verfuegung!
Tag3: Warren NP to Albany
Heute hatten wir wieder so um die 300 km vor uns, von daher sind wir morgens noch auf en Baum geklettert! Die haben da in der Naehe von Pemberton so en alten 60m hohen Eukalyptusbaum so her gerichtet, das man da hoch klettern kann. Um den Stamm herum geht ne Leiter hoch. Es war echt lustig und der Ausblick von da oben war auf jeden Fall gigantisch. Dann gings ins "Valley of the Giants"! Dort gibts einen Tree-Top-Walk, praktisch ne Haengebruecke zwischen den Baumgipfeln, war au ganz schoen. Zum Schlafen gings diesmal weiter nach Albany, dort ham wir wieder am Strand gecampt.
Tag4: Albany to Esperance
Des waren knappe 500 km, von daher sind wir relativ viel gefahren. Mittags ham wir noch en Abstecher in ne kleine Kuestenstadt, Hopetoun, gemacht. Echt, des ist alles so einsam. Von da waren es 250 km nach Albany und ebenfalls 250 nach Esperance. Und dazwischen war nur Busch, echt gar nichts. Ich weiss nicht, wie man da leben kann. Die hatten noch nicht mal en Supermarkt, nur so ne Art Tante Emma Laden. Abgesehen davon, der Strand war halt echt schoen, das Wasser aber richtig kalt. In Esperance haben wir direkt in der Stadtmitte auf em Parkplatz geschlafen, mit der Folge, dass am naechsten morgen en Ranger an unser Fenster geklopft hat und 100 Dollar von uns wollte. Naja, letzendlich, war er dann ganz nett und wir mussten nichts bezahlen. Von jetzt wurde auf jeden Fall immer ausserhalb geschlafen. Des war dann aber auch kein Problem, weil Esperance die letzte, richtige Stadt fuer die naechsten 2000 km war!!
Tag5: Cap Le Grand National Park
Wir wollten uns vor der kurzen Fahrt noch ein Tag Entspanunng, d.h. moeglichst wenig Autofahren, goennen. Also, sind wir in Cap Le Grand National Park, 50 km oestlich von Esperance gefahren. Der war echt dermassen schoen. Zum Grossteil ne karge Buschlandschaft, die mich irgendwie an die Bilder erinnert hat, die man immer von Afrika sieht. Relativ wenig Baeume, hohes Grass und so weiter. Des ist so das erste, was mir dazu eingefallen ist. Und dann sind wir zum Strand gekommen und wirklich, Debbie und ich waren beide nur baff. Des war echt einer der schoensten Straende die ich je gesehen hab. Das Wasser war so richtig tuerkisblau, der Sand weiss, und dann gab es da noch diese vorgelagerten Inseln! Echt, des war das reinste Paradies. Debbie hat so ne Unterwasserkamera und wir ham dann Bilder Unterwassre im Meer gemacht, dass sah aus wie im Swimming Pool. Und des war au so klar! Muss eigentlich wirklich Biler hier rein stellen, weil ich kann des nicht beschreiben!
Auf jeden Fall waren wir da den Tag ueber, dann abends sind wir noch knappe 150 km in Richtung Norseman gefahren, da war nicht im National Park campen durften. Ham dann auf nem Parkplatz direkt an der Strasse geschlafen, aber es war so heiss im Auto, es war echt unertraeglich. Draussen schlafen war au nicht, tausende Moskitos!
Tag6: Salmon Gums to Madura
Wir wollten heute en ganzes Stueck vorwaerts kommen, von daher sind wir frueh morgens losgefahren. Norseman ist die letzte Kleinstadt, direkt am Abzweig des Eyre Highway, welcher ueber die Nullarbor bis nach Port Augusta geht (ich stell auf jeden Fall nach ne Landkatre hier rein!). Wir ham unsern Lebensmittelvorrat nochmal aufgefuellt, genauso wie saemtliche Wasserfalschen und Tanks. Norseman war echt ne ganz schreckliche Stadt. Alles aus Wellblech und total heruntergekommen. Inzwischen waren es um die 800 km nach Perth, wir hatten mit all unsern Umwegen aber schon an die 1800 km zurueckgelgt.
Auf jeden Fall gings dann los, von jetzt an immer in oestlicher Richtung, ungefaehr 1500 km auf derselben Strasse, immer gerade aus, lagen vor uns! Wir legten rund 150 km zurueck bevor wir zum laengsten, geraden Strassenstueck der suedlichen Hemisphaere kamen. 146,5 km einfach geradeaus, ohne jegliche Kurve!!! Die ersten 20 km waren wir noch in ner Baustelle, aber danach haetten wir unser Lenkrad irgendwie festklemmen koennen und en Tempomat einschalten. Man musste beim Fahren echt nichts machen, was es natuerlich auch nicht leicht macht, die ganze Zeit wach zu bleiben. Au von der Landschaft her wurde es immer karger, immer weniger Baeume! Ham diese Nacht wieder auf nem Parkplatz geschlafen! Der Tag war echt a weng frustierend, wir wollten uns eigentlich so ne Hoelle anschauen und danach am Strand campen, aber die Hoelle war fuer Besucher geschlossen und der Strand praktisch fuer uns unerreichbar. Der 4wd- Track so aus als, ob da seit Jahren keiner mehr drauf gewesen war. Naja, dafuer sind wir dann ein ganzes Stueckle weiter gekommen, als geplant.
Tag7: Madura to Eucla
Des war dann unser letzter Tag mit nem funktionieren Auto. Wir sind am naechsten Morgen wieder voll motiviert losgefahren. Ich bin die 200 km bis Eucla gefahren, das in der Naehe der Grenze zwischen Western Australia und South Australia liegt. Dort wollten wir dann endlich an den Strand, ham uns noch die Ruine von der Old Telegraph Station angeschaut und dann gings in Richtung Strand. Naja, auf jeden Fall nicht lange. Wir sind dann naemlich recht schnell im Sand stecken geblieben, echt voll bloed. Debbie hat versucht das Auto wieder raus zu bringen, aber dann hat en bissle Panik gekriegt. Ich habs dann versucht, und es ging dann auch nach ner Weile, aber es hat ganz kraeftig geraucht und gestunken. Das Auto definitiv kraeftig ueberhitzt. Wir ham es dann erstmal en bissle stehen lassen, und mittag gegessen. Danach haben wir extra nomal die ganzen Anzeigen gecheckt, aber es war alles nomal. Des Temperatur war nicht zu hoch, des Oel ok. Naja, auf jeden Fall sind wir dann weiter gefahren, allerdings nur 40 km. Dann hats nur noch gerattert und das wars! Ja, und da standen wir dann in der Wueste mit nem kaputten Auto und konnten es erst gar nicht so richtig glauben! Ich bin davor noch nie stehen geblieben und Debbie au erst einmal und dann gleich in der Mitte der Nullarbor. Von Autos ham wir beide natuerlich au keinen Plan gehabt. Wir ham dann das naechste Auto zurueck nach Eucla angehalten, weil in unsere Richtung waren es noch 180 km bis zum naechsten Roadhouse. War dann ein richtig nettes Paerchen so um die 40. Der Mann hat sich erst den Motor angeschaut und hat schon gemeint, dass des gar net gut aussieht. Ja, super, bis dahin dachten wir, wir koennen vielleicht noch weiterfahren. Die beiden waren dann auf jeden Fall so nett und sind zum naechsten Abschleppdienst gefahren. Anscheinend ham die da voll den Druck gemacht, dass wir da moeglichst schnell abgeholt werden! Nette Leute! Wir ham dann 2 Stunden gewartet und dann kam Rod und hat uns abgeschleppt. Debbie ist Gott sei Dank, kurz bevor wir losgefahren sind dem RAC, australischen ADAC, beigetretten, dachten wir zumindest. Rod kam dann naemlich an und meinte es waere nicht bezahlt! Des war dann en richtiger Schock. Weil o mein Gott, das waere echt teuer geworden. Wir sind dann erst einmal zu ihm in die WErkstatt gefahren und Debbie hat ihren Freund, Andy, in Adelaide angerufen, weil der des wohl irgendwie organisiert hat. Der hat den RAC dann doch nochch dazu gebracht, dafuer auf zu kommen, weil das Geld gluecklicherweise am gleichen Tag von seiner Kreditkarte abgebucht worden ist. Juhu, des war vielleicht ne Erleichterung! Das Auto wird jetzt auf jeden Fall nach Adelaide transportiert, nur wir mussten selber ne Moeglichkeit finden nach Adelaide zu kommen. Bloed nur, dass es die einzige Strecke in Australien ist, wo es keine oeffentlichen Verkehrmittel gibt.
Sodele, aber des war auf jeden Fall mal Tag 7. Meine Finger tun jetzt schon weh vom ganzen tippen, ich brauch jetzt mal ne Pause. Also, mich gibts noch, inzwischen bin ich au schon in Melbourne, endlich wieder Zivilisation!
Am Sonntag gibts den Rest.
Ansonsten, machts mal gut und schreibt mal wieder en paar Kommentare!!!
Liebs Gruessle, Eva
P.S.: Mein Letzter Monat in Australien ist jetzt au angebrochen, am 14. April gehts nach Singapur!